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20.08.2026
07:00 Uhr
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Kleinanzeigen löscht die Anzeige für einen gebrauchten Gaming-PC gleich dreimal und erklärt das Nutzerkonto für gesperrt.

Wer etwas Gebrauchtes loswerden will, landet in Deutschland fast zwangsläufig bei Kleinanzeigen. Ein paar Fotos, eine Beschreibung, ein Preis – fertig. Was der Nutzer dabei nicht sieht: Zwischen dem Antippen des Absendeknopfes und der veröffentlichten Anzeige liegt eine automatische Prüfung, die in Echtzeit entscheidet, ob das Angebot online gehen darf.
Diese Prüfung ist nötig. Kleinanzeigenmärkte sind ein bevorzugtes Jagdrevier für Betrüger, und ohne maschinelle Vorfilter wäre die Menge der täglich eingestellten Anzeigen nicht zu bewältigen. Software schätzt dabei allerdings nur Wahrscheinlichkeiten. Liegt sie daneben, trifft es die Falschen. Dann braucht es einen Menschen, der die Entscheidung noch einmal ansieht – der Digital Services Act der EU schreibt das sogar vor.
Was aber, wenn ein völlig gewöhnliches Angebot immer wieder verschwindet, die Nachfrage beim Anbieter nur Textbausteine hervorbringt und am Ende die Mitteilung kommt, das Nutzerkonto sei endgültig geschlossen? Ein c’t-Leser hat genau das erlebt.